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Was sind Korrekturmaßnahmen (CAPA)?

„CAPA" und „Korrekturmaßnahmen" klingen nach Bürokratie — gemeint ist etwas Einfaches: aus Fehlern so zu lernen, dass sie nicht wiederkehren. Hier: was ISO 9001 §10.2 verlangt, der Unterschied zur bloßen Korrektur, und wie ein eQMS den Regelkreis führt.

In einem Satz

Eine Korrekturmaßnahme beseitigt die Ursache eines Fehlers, damit er nicht wieder auftritt — im Unterschied zur bloßen Korrektur, die nur den akuten Fall behebt. CAPA („Corrective and Preventive Action") ist der gängige Sammelbegriff dafür.

Korrektur vs. Korrekturmaßnahme

Ein Kunde erhält ein falsches Teil. Die Korrektur ist die Ersatzlieferung — das Symptom ist behoben. Die Korrekturmaßnahme fragt: Warum ist das passiert, und was ändern wir, damit es nicht wieder passiert? ISO 9001 verlangt beides, legt aber den Nachdruck auf die Ursache.

Was ISO 9001 (§10.2) verlangt

Bei einer Nichtkonformität: reagieren und die Folgen begrenzen, die Ursache ermitteln, eine Maßnahme umsetzen, ihre Wirksamkeit bewerten — und alles nachvollziehbar dokumentieren. Das explizite „Vorbeugen" (das „P" in CAPA) ist in der 2015er-Fassung ins risikobasierte Denken (Kap. 6.1) übergegangen.

Der Regelkreis — und wie ein eQMS ihn führt

Ein guter CAPA-Prozess ist ein Regelkreis, kein Ticket, das im Sande verläuft.

Kurz gesagt

CAPA ist die Disziplin, aus Fehlern echte Verbesserung zu machen, statt sie nur wegzuräumen. Ein eQMS hält den Regelkreis zusammen und lässt einen Fall erst schließen, wenn die Wirksamkeit belegt ist. Wie easo die ISO-9001-Kapitel unterstützt →

Häufige Fragen zu Korrekturmaßnahmen & CAPA

Was bedeutet CAPA?

CAPA steht für „Corrective and Preventive Action" — Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen. In der Praxis ist es der gängige Sammelbegriff für den geregelten Umgang mit Fehlern und deren Ursachen.

Was ist der Unterschied zwischen Korrektur und Korrekturmaßnahme?

Eine Korrektur behebt das akute Symptom (den fehlerhaften Fall). Eine Korrekturmaßnahme beseitigt die <em>Ursache</em>, damit der Fehler nicht wieder auftritt. ISO 9001 verlangt beides, betont aber die Ursache.

Was verlangt ISO 9001 §10.2?

Auf eine Nichtkonformität zu reagieren und die Folgen zu begrenzen, die Ursache zu ermitteln, eine Maßnahme umzusetzen, deren Wirksamkeit zu bewerten — und all das nachvollziehbar zu dokumentieren.

Gehört Vorbeugung (das „P" in CAPA) noch dazu?

In ISO 9001:2015 gibt es keine eigene „Vorbeugemaßnahme" mehr — Vorbeugung ist ins risikobasierte Denken (Kap. 6.1) übergegangen. „CAPA" bleibt aber der etablierte Branchenbegriff.

Muss die Wirksamkeit nachgewiesen werden?

Ja. Eine Korrekturmaßnahme ist erst erledigt, wenn ihre Wirksamkeit belegt ist. Bei easo lässt sich ein Fall ohne diesen Nachweis gar nicht schließen (§10.2 d).

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