Handbuch · Kapitel 5

Bereitschaft & Lücken

Eine Zahl, die man dem Auditor zeigen kann: Die Bereitschafts-Ansicht misst, wie viele anwendbare Anforderungen durch freigegebene Dokumente abgedeckt sind. Entwürfe zählen nicht — genau das macht die Zahl belastbar.

Alle Screenshots zeigen Beispieldaten der Berger Präzisionsteile GmbH — einem fiktiven Unternehmen (CNC-Präzisionsfertigung, 12 Mitarbeitende), an dem easo alle Funktionen ehrlich zeigt: inklusive offener Lücken.

Ein ehrlicher Prozentwert

Berger steht bei 89 % — 16 von 18 anwendbaren Anforderungen sind durch freigegebene Dokumente abgedeckt. Der Rest ist keine vage Restmenge, sondern steht namentlich da: Was fehlt, was fällig ist, was begründet ausgeschlossen wurde. Ein QMS, das bei 100 % startet, wäre gelogen; eines, das seine Lücken kennt, ist auditfähig.

Die Bereitschafts-Ansicht: Auditbereitschaft 89 % mit Fortschrittsbalken (16 von 18 erforderlichen Elementen freigegeben), darunter Karten zur Managementbewertung mit fälligem Datum und zum internen Audit mit „10 Prozesse nicht geplant“ und einer offenen Korrekturmaßnahme.
Bereitschaft heißt: freigegeben. 89 % — und die restlichen Punkte stehen mit Namen und Datum darunter.

Was die Ansicht Ihnen sagt

Unter der Zahl liegen die Dinge, die ein lebendes QMS ausmachen: die nächste Managementbewertung mit Fälligkeitsdatum, der Stand des Auditprogramms, offene Korrekturmaßnahmen. Bei Berger sieht man die ganze ehrliche Lage auf einen Blick: Das Verfahren zu 7.2 ist noch ein Entwurf (eine offene Lücke), Abschnitt 8.3 ist mit Begründung ausgeschlossen — Berger entwickelt nicht selbst —, und ein Dokument ist über dem Prüfdatum.

Jede Zeile ist ein Absprungpunkt: Lücke anklicken, Entwurf fertigstellen, freigeben — die Zahl zieht nach. Welche Anforderungen die Norm überhaupt stellt, erklärt ISO 9001, verständlich erklärt.