Handbuch · Kapitel 4
Prüfen & Freigeben
Kein Dokument wird „einfach so“ gültig. Vor der Freigabe steht die Prüfung: Was hat sich geändert, wer hat es entworfen, wer gibt es frei? Die Freigabe selbst ist eine kryptographische Signatur — und bleibt dauerhaft nachprüfbar.
Alle Screenshots zeigen Beispieldaten der Berger Präzisionsteile GmbH — einem fiktiven Unternehmen (CNC-Präzisionsfertigung, 12 Mitarbeitende), an dem easo alle Funktionen ehrlich zeigt: inklusive offener Lücken.
Was sich geändert hat, Zeile für Zeile
Die Prüfansicht zeigt den vollständigen Vergleich: jede hinzugefügte oder geänderte Zeile, dazu die neu behandelten ISO-Abschnitte. Der Prüfzyklus daneben hält fest, wer entworfen hat und wessen Freigabe aussteht — das Vier-Augen-Prinzip ist eingebaut, nicht angeklebt.
Die Freigabe ist eine Signatur
Mit Genehmigen & freigeben wird aus dem Entwurf eine Version — signiert mit dem persönlichen Schlüssel der freigebenden Person. Das freigegebene Dokument trägt sein Siegel sichtbar: Verifiziert · signiert von …, dazu Version, Autor, Freigabedatum und die nächste fällige Prüfung. Auch die technische Herkunft ist offengelegt: Datei, Branch und Commit im Repository.
Was hinter dem Siegel steckt — Hashes, Schlüssel, Signaturen — erklären Der digitale Fingerabdruck und Elektronische Signaturen (eIDAS/AdES).
Kommentare werden zu Verbesserung
Wer liest, darf widersprechen: Jedes Dokument nimmt Kommentare und Änderungsvorschläge an — auch aus der Fertigung, nicht nur von der QS. Ein Vorschlag lässt sich direkt in eine neue Version oder in eine Maßnahme überführen. So entsteht der Verbesserungskreislauf dort, wo gearbeitet wird.